Der Müggelsee ruft via S3 Richtung Friedrichshagen, der Wannsee via S7; beide schenken breite Horizonte und überraschend ruhige Ecken, wenn du ein paar Schritte weitergehst. Frühmorgens gehört dir das Ufer fast allein, das Wasser dampft leise, und Reiher stehen wie Statuen. Ein Handtuch, Badeschuhe, Thermoskanne, mehr braucht es selten. Auf dem Rückweg klebt Salz an deinen Lippen, und dein Kopf denkt langsamer, freundlicher, klarer.
Packrafting eröffnet Kanäle, die Karten nur ahnen: Finowkanal, Nebenarme der Havel, stille Verbindungen zwischen Seen. Mit Zug hin, Boot aus dem Rucksack, Schwimmweste an, und du wirst vom Wind zum Flaneur gemacht. Sicherheit zuerst: Wetter prüfen, Schleusen respektieren, Uferbewuchs schützen. Pausen an Stegen, wo Holz nach Sonne riecht, Gespräche mit Anglern, die Geschichten wie Netze auswerfen. Abends trocken einrollen, Bahn zurück, Herz sehr weit.
Es gibt Abende, da malt der Himmel Farben, für die es keine Worte gibt. Du sitzt auf einem knarzenden Brett, Füße im Wasser, neben dir eine Flasche Apfelschorle und vielleicht jemand, der schweigen kann. Geräusche werden leiser, Entfernungen lösen sich. In solchen Minuten entsteht eine Sammlung innerer Postkarten, die dich durch Arbeitswochen tragen. Der letzte Zug wartet, du gehst rechtzeitig, und nimmst nur Dankbarkeit mit.
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